16.04.2008, Von Frank Gautzsch
Dr. Reinhard Rauball, Präsident der Deutschen Fußball-Liga und des Dortmunder BVB persönlich
"überreichte" das Geschenk gestern im Rathaus.
Und er erläuterte auch, wie es dazu kam:
Um durch einzelne Projekte gezielt in die Nachhaltigkeit der Fußballweltmeisterschaft zu investieren,
hatte sich der Deutsche Fußballbund entschieden, bundesweit 1 000 moderne Fußball-Kleinspielfelder zu verschenken.
Darum haben sich über 5 000 Schulen und kooperierende Vereine beworben.
Losglück hatte die Ender Grundschule "Im Dorf" zusammen mit dem FC Herdecke-Ende.
Zusätzlich konnten die Präsidiumsmitglieder der Deutschen Fußball-Liga Bolzplätze verschenken.
Und da hat Reinhard Rauball, der seit über 30 Jahren glücklich in Herdecke lebt,
natürlich sofort an seine Heimatstadt gedacht.
Das zweite Minispielfeld geht deshalb an die Robert-Bonnermann-Schule in Kooperation mit der TSG Fußball Herdecke.
Ein Problem allerdings musste Bürgermeister Hans-Werner Koch in kürzester Zeit lösen,
bevor die Stadt die Plätze überhaupt annehmen konnte: Bevor der DFB die Kunstrasenplätze baut,
muss die Gemeinde die Flächen herrichten. Und das kostet 35 000 Euro pro Platz.
Doch Werner-Richard-Dr.-Carl-Dörken-Stiftung und Stadtsparkasse sprangen in die Bresche und übernahmen diese Kosten.
Danach konnte eine Dringlichkeitsentscheidung der Rates den Weg für die beiden Kleinspielfelder samt Banden und Toren endgültig ebnen.
Bei der gestrigen Übergabe nannte Dr. Rauball einen weiteren Grund dafür,
warum die Verbände bundesweit 1 000 Spielfelder verschenken: "Im europäischen Fußball-Vergleich ist Deutschland auf die fünfte Stelle abgedriftet.
Deshalb müssen wir in die Nachwuchsförderung investieren. Außerdem ist das Modell ein effizientes Mittel zur Förderung von Gesundheit,
Erziehung und Sport." Dass er bei der Vergabe "seines" Platzes an Herdecke gedacht habe, sei für ihn eine Selbstverständlichkeit gewesen.
Über zwei moderne Kleinspielfelder freuten sich neben Bürgermeister Hans-Werner Koch ("Wir sind völlig überrascht.")
auch die beiden Schulleiterinnen Petra Pia Kemp und Heike Schnell, die Vereinsvertreter Wolfgang Schmidt (FC Herdecke-Ende)
und Michael Kiwall (TSG Fußball) sowie die beiden Ender Grundschüler Nele und Julian.
Für sie stand ein eigener Fußballplatz auf der Wunschliste ganz oben.
Und deshalb durften sie gestern beim Besuch des Liga-Präsidenten im Rathaus auch dabeisein.
Als Pate für das Ender Mini-Spielfeld machte Reinhard Rauball den kleinen Kickern sogar noch ein besonders Versprechen.
Wenn der Platz im Sommer fertig ist, will er mal den einen oder anderen BVB-Spieler zum Training vorbeischicken.